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Isolierkanne


Das Prinzip der Isolierkanne, von Physikern und Chemikern ursprünglich für Laborzwecke entwickelt, gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts.

Eine derartige Kanne hält einerseits heißen Tee, Kaffee oder sogar Suppen über einen längeren Zeitraum warm, andererseits kühlt sie aber auch an heißen Sommertagen erfrischende Getränke.

Außen ist sie aus Kunststoff oder Edelstahl gefertigt. Die Innenausstattung besteht aus einem doppelwandigen Glasgefäß, wobei dem entstehenden Zwischenraum die Luft entzogen wird. In einem Vakuum findet nämlich keine Wärmeleitung statt, und auch Glas ist ein schlechter Wärmeleiter. Das innen liegende Glas wird zusätzlich beschichtet, sodass die Temperatur reflektiert und dadurch möglichst lange nicht verändert wird.
Um die Temperatur zu erhalten, muss die Isolierkanne gut verschließbar sein. Früher geschah dies mit einem Korkstöpsel, heute sind Schraubdeckel üblich, allerdings werden zur leichteren Bedienung auch andere Mechanismen verwendet.

Im Gebrauch ist eine gewisse Vorsicht geboten, weil das Glas stoßempfindlich ist und plötzlichen Temperaturunterschieden beim Befüllen unter Umständen nicht stand hält, auch erhöhter Druck auf Grund kohlensäurehaltiger Getränke kann das Glas zerstören.
Deshalb gibt es heute auch Kannen aus doppelwandigem Edelstahl. Sie erbringen zwar nicht ganz die gleiche Leistung wie jene aus Glas, sind aber wesentlich robuster und vor allem bruchsicher.

Soll eine Isolierkanne gereinigt werden, genügt es meist, sie mit warmem Wasser auszuspülen und gegebenenfalls eine Schaumstoffbürste (für Glaseinsätze) zu verwenden, stärkere Verschmutzungen kann man zusätzlich mit Essigwasser, heißer Zitronensäurelösung oder Gebissreinigungstabletten entfernen.

Mit ein wenig Sorgfalt leistet einem eine Isolierkanne jahrelang gute Dienste.


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