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Instant Kaffee
Der in Amerika lebende japanische Wissenschaftler Satori Kato erfand
1901 den Instant Kaffee als schnelle Alternative zur langwierigen
Prozedur des Filteraufgusses. Seit den späten 30er Jahren wurde dieser
lösliche Kaffee industriell hergestellt, wobei die Schweizer Firma
Nestlé eine Vorreiterrolle einnahm.
Instant Kaffee wird bis heute in zwei verschiedenen Verfahren, der Gefriertrocknung und der Sprühtrocknung, produziert.
Zunächst werden die gerösteten Kaffeebohnen gemahlen und mit heißem
Wasser übergossen. Durch ein Extraktionsverfahren werden die löslichen
Kaffeebestandteile aus diesem Aufguss herausgefiltert. Um das
Kaffeearoma zu erhalten, sind zahlreiche komplizierte Zwischenschritte
erforderlich, die die Herstellung insgesamt sehr aufwendig gestalten.
Das verbleibende Konzentrat wird anschließend mithilfe einer der
genannten Verfahren getrocknet.
Bei der Gefriertrocknung wird das flüssige Kaffeekonzentrat in
Sekundenschnelle auf -40 Grad Celsius abgekühlt. Durch anschließendes
Erhitzen verdampfen die Eisstückchen, so dass das zermahlenes
Kaffeepulver als Instantkaffee zurückbleibt.
Bei der Sprühtrocknung wird der flüssige Kaffeeextrakt in den oberen
Teil eines Metallkessels, des so genannten Trockenturms, mit hohem
Druck gesprüht, während von unten nachgesprühte heiße Luft bewirkt,
dass die flüssigen Anteile verdampfen. Das restliche trockene Pulver
sammelt sich anschließend im unteren Teil des Trockenturms.
Neben der schnelleren Zubereitung bietet Instant Kaffee auch den
Vorteil, dass er wesentlich länger lagerbar ist als gemahlener
Bohnenkaffee. Er ist daher noch heute in einigen Ländern der Welt als
Standardvariante des Kaffeegenusses verbreitet.
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